Was wir machen

Hilfe für Kinder und Jugendliche

Ganz besonders hart trifft es Kinder. Viele schlafen auf der Straße, im „Hotel der tausend Sterne“, ohne jeden Kontakt zu ihren Familien. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie auf prekäre Weise, z.B. als Schuhputzer, Lastenträger, Ausrufer*in in Minibussen - oder sie gehen betteln und stehlen.

Straßenkinder werden in Bolivien oft als „Wegwerfkinder“ („desechables“) ohne Wert und Zukunft behandelt. Krankenversorgung, Unfallversicherung oder Sozialhilfe sind für sie Fremdwörter. Die Nacht im Freien auf 4000 m bei Minusgraden. Oft schon mit 7 Jahren ohne Familie, ohne Unterkunft, ohne Liebe – alleine gelassen und auf sich gestellt werden sie auf vielfältige Weise ausgenutzt.

Eine besonders vulnerable Gruppe sind junge Mädchen, zum Teil noch Kinder. Um zu überleben, sind sie gezwungen, ihren Körper - als einziges wertvolles "Gut", das sie haben -  zu verkaufen. Sie bieten ihren Dienst ab 20 Bolivianos (ca. 2,5 Euro) an, wovon die Hälfte dem „Beschützer“ abzuliefern ist. Für manches Mädchen bleibt als Ausweg aus diesem Elend nur die Flucht in den Tod.

Viele Kinder und Jugendliche sterben an Mangelernährung, Geschlechtskrankheiten, Gewalt oder unbehandelter Krankheiten.

Unterstützung für alleinerziehende Frauen

Alleinstehende Mütter sind überdurchschnittlich von Armut betroffen. Sie zählen zu den am stärksten gefährdeten Gruppen. Sie leben häufig in den Städten El Alto und La Paz, wo sie oft gezwungen sind, ihre Kinder mit zur Arbeit auf die Straße zu nehmen.
Aufgrund der andauernden Wirtschaftskrise, geprägt durch Inflation und Devisenmangel, ist die Versorgung ihrer Familien extrem schwierig.
 
Die wenigsten Frauen finden eine Anstellung und arbeiten meist im informellen Sektor (z. B. Straßenverkauf). Schulbildung für ihre Kinder oder sich selbst - häufig konnten auch sie keine Schule besuchen - scheitert meist am Geld und an der Zeit. Häusliche Gewalt ist weit verbreitet. Kommt es zur Trennung, gibt es keinerlei finanzielle Unterstützung. Stattdessen haften die Frauen häufig für die Schulden ihrer Ex-Partner.
Zudem werden viele
junge Frauen ungewollt schwanger, was den Schulabbruch zur Folge hat und den Teufelskreis der Armut fortsetzt.