Die Situation

Warum Bolivien

Bolivien ist ein Binnenstaat im Zentrum Südamerikas mit 12,58 Millionen Einwohner*innen und einer abwechslungsreichen Geografie, die von den zerklüfteten Anden im Westen bis zu den Tieflandebenen des Amazonasbeckens reicht. Trotz aller Schönheiten gehört das Land zu den ärmsten auf diesem Kontinent. Ein Großteil der Menschen ist nicht krankenversichert, viele haben keine Arbeit und wohnen in einfachsten Behausungen, manche ohne Strom und ohne sanitäre Einrichtungen.

Armut, Bildung, Unterernährung, Sterblichkeit - Bolivien hat eine Vielzahl an Problemen.
Das Land hat eine junge Bevölkerung, ca. 28-29% der Bevölkerung sind zwischen 0 und 14 Jahre alt. Die Bildungschancen sind dabei sehr ungleich verteilt. Insbesondere Mädchen, indigene und ländliche Kinder sind stark benachteiligt. Sie besuchen sie z.B. wesentlich seltener eine Grundschule und haben so kaum Chancen auf eine reguläre Arbeit. Sie zählen zu den vulnerabelsten Gruppen im Land und sind am häufigsten von extremer Armut betroffen. Viele landen wegen familiärer Gewalterfahrungen, Missbrauch und unerträglicher Wohnverhältnisse auf der Straße.

Besonders schwer haben es Waisen und alleinerziehende Frauen mit Kindern. Sie haben in den überwiegenden Fällen keinen Zugang zu sozialen Unterstützungsleistungen. Sie leben von der Hand in den Mund und halten sich mit Gelegenheitsjobs, "Gefälligkeiten" und Betteln über Wasser. Um dem Hunger und dieser aussichtlsosen Situation zu entrinnen, zieht es viele Kinder - und Mütter - in die großen Städten Santa Cruz, El Alto (liegt über 4000 Meter), La Paz oder Cochabamba. Ihre Hoffnung auf Arbeit, Ausbildung und ein besseres Leben zerbricht jedoch meist schnell.

Unsere Nachrichten aus Bolivien geben einen Einblick in die triste Situation der Betroffenen. Die Schilderungen unseres Teams vor Ort finden Sie unter Berichte.